Die Haut – Aufbau und Funktionen

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Epidermis

Die Epidermis (Oberhaut) ist die oberste und dünnste der drei Hautschichten. Sie hat normalerweise nur ungefähr die Dicke von einem Blatt Papier. Trotzdem ist auch die Epidermis selbst aus mehreren unterschiedlichen Schichten aufgebaut: Von unten nach oben folgen aufeinander Basalzellen, Stachelzellen, Körnerzellen, eine Glanzschicht und eine Hornschicht. Hätten Sie gedacht, dass unsere Haut ein so kompliziertes, ausgeklügeltes Gebilde ist?

In der Basalschicht werden laufend neue Keratinozyten – das heißt, Hornsubstanz produzierende Zellen – gebildet. Die Keratinozyten werden nach oben geschoben, wo sie langsam absterben und zu Hornzellen (Korneozyten) werden. Dieser Prozess dauert etwa einen Monat. Danach werden die Hornzellen abgestoßen und durch neue ersetzt.

In der Körnerschicht wird der fetthaltige Mörtel für die Hornschicht produziert, in den die Hornzellen wie Ziegelsteine eingebaut werden. So bildet sich ein sehr stabiles Abschlussgewebe.

Neben den Hornzellen enthält die Epidermis zwei weitere Zelltypen: die Langerhanszellen und die Melanozyten. Die Langerhanszellen sind Immunzellen, die bei der Abwehr von Krankheitserregern eine wichtige Rolle spielen. Und die Melanozyten produzieren den Hautfarbstoff Melanin zum Schutz vor UV-Strahlen. Bei Sonneneinstrahlung wird der Farbstoff vermehrt produziert und in die umgebenden Hornzellen eingelagert. Der begehrte Nebeneffekt dieses schützenden Prozesses: Wir werden braun.
 

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